An der HEID TECH – Technische Schule Heidenheim war die NachhaltICHkeitsarena der AOK Baden-Württemberg.
Rund 450 Schülerinnen und Schüler der HEID TECH und geladener Schulen in Heidenheim haben die NachhaltICHkeitsarena an der HEID TECH erlebt. Mit der Wanderausstellung der AOK Baden-Württemberg sollen Schülerinnen und Schüler für eine gesunde und nachhaltige Lebensweise sensibilisiert werden.
Zwei Schülerinnen der 11. Klasse des Technischen Gymnasiums drücken eine Körperlotion in einen Kolben und gießen Wasser nach. Ein kräftiges Schütteln und danach wird die trübe Brühe in einen Kaffeefilter geschüttet. Nachdem die Flüssigkeit aus dem Filter abgeflossen war, sieht man ganz kleine feine Teile am Rand des Filters kleben. „Kleine Teile, große Wirkung“ heißt die Station, an der die beiden jungen Frauen aktiv sind. Es geht um Mikroplastik in alltäglichen Produkten, etwa Zahnpasta, Duschgel, Wimperntusche oder die gerade gefilterte Hautcreme.
„Die AOK-NachhaltICHkeitsarena besteht aus sechs Stationen, an denen die jungen Menschen sich auf experimentelle Weise mit Klima- und Umweltschutz befassen. Das Mikroplastik-Experiment zeigt, wie stark diese Teilchen im Alltag präsent sind und Wasser und Nahrungsketten belasten.
„Die Schülerinnen und Schüler können in Zukunft ihr Einkaufsverhalten entsprechend verändern. Das ist ein Schritt zum eigenen nachhaltigen Handeln“, erklärt Patrick Stöppler, Präventionsexperte bei der AOK Ostwürttemberg und ergänzt: „Das ICH im Namen der NachhaltICHkeitsarena soll bewusst machen, dass jeder durch sein eigenes Verhalten helfen kann, die Erde lebenswert zu erhalten.“
„Wir sind von der NachhaltICHkeitsarena und insbesondere von dem Unterrichtsmaterial richtig begeistert“, sagt Schulleiter Markus Benkmann-Köhler.
„Das Ausprobieren an den diversen Stationen macht den Schülerinnen und Schülern sichtlich Spaß und sie gewinnen gleichzeitig auch neue und teils überraschende Erkenntnisse. Mit der NachhaltICHkeitsarena haben wir einen Baustein, der didaktisch hervorragend in unsere bisherigen Aktivitäten passt.“
Jennifer Hess, Englischlehrerin und Präventionslehrkraft am HEID TECH ergänzt: „Unsere Schülerinnen und Schüler sollen sich mit den Themen rund um die Nachhaltigkeit intensiv auseinandersetzen. Dieses findet sich auch im Bildungsplan des Faches Englisch aller unserer Vollzeitschularten. Daher konnten wir die NachhaltICHkeitsarena perfekt in den Englischunterricht integrieren und so einen zweisprachigen Ansatz wählen, der alle Schülerinnen und Schüler mitnimmt.“
Die Lehrerin war vor allem von dem großen Interesse der ausländischen Schülerinnen und Schüler in der VABO (Vorqualifizierung Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse) begeistert. „Trotz noch überschaubarer Deutschkenntnisse haben sie die Infos und Experimente aufgesogen und bei Verständnisschwierigkeit sich die Übersetzung über das Smartphone beschafft.“
Der Schulleiter und die Lehrerin empfanden die NachhaltICHkeitsarena der AOK als eine gut durchdachte, ansprechend präsentierte Ausstellung, die durch Experimente, digitale und visuelle Angebote die Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise animiert, mehr Wissen über Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu erlangen.
„Viele hatten richtig Spaß dabei. Ich kann so eine Ausstellung jeder Schule empfehlen“, sagt Jennifer Hess.
Guido Deis, Leiter der Prävention bei der AOK Ostwürttemberg, freut sich über diese positive Resonanz. „Die Ausstellung haben wir bei der AOK in enger Abstimmung mit dem Kultusministerium Bildungsplan entworfen“, erklärt Deis. „Uns geht es darum, Kindern und Jugendlichen bereits frühzeitig auf vielfältige, handlungsorientierte und faszinierende Weise ein Bewusstsein für eine gesunde und nachhaltige Lebensweise zu vermitteln. Denn der Erhalt einer intakten Umwelt ist auch Gesundheitsprävention. Daher investieren wir als Gesundheitskasse gerne in diese Angebote und übernehmen damit auch eine gesellschaftliche Verantwortung.“